Unsere Berner - Unser Leben

Betty und die Schilddrüsenunterfunktion

Als wir das erfahren haben, herrschte erst einmal bei uns Gefühlschaos...

aber bis dahin hatten wir einen sehr langen und schwierigen Weg.


Weil...
wir zu verstehen begannen, was mit Betty die letzten Jahre los war
und was in ihr vorgehen musste
 

                         
 

Wie hat sich das bei Betty noch geäußert?

Ihre Äußeres:

- schlechtes oder verzögertes Haarwachstum, Betty sah mit 3 Jahren immer noch aus wie eine einjährige Bernerin.
Ihr Fell wurde erst nach der Kastration etwas länger, also sah sie mit etwa knapp 4 Jahren aus wie eine 3jährige.
- Haarausfall ohne Juckreiz, insgesamt schütteres Haarkleid, hin und wieder trockenes und/oder brüchiges Fell
- vermehrte Schuppenbildung, extrem bei Stressanfällen
- Neigung zu Hautinfektionen und Ohrentzündungen mit Bakterien und/oder Hefepilzen
- Rattenschwanz und auch verstärktes Haaren oder Veränderung der Fellfarbe (selten)
- Die Augen neigen sehr stark zu Hängelidern, meist sehr stark aufgerissen in Stresssituationen


Allgemeine Symptome die im laufe der Zeit immer mehr wurden:
-
ihre Persönlichkeitsveränderungen also schizophrenes Verhalten, "Dr. Jeckyll - Mr. Hyde-Syndrom" nahm immer zu, was für uns alle sehr anstrengend war
- Konditionsmangel, keine Belastbarkeit, schnelle Erschöfpung, verminderte Ausdauer, Leistungsabfall...wir hatten alles dabei
- Bewegungsunlust und verstärktes Schlafbedürfnis
- im Gegenteil dazu oftmals sehr hibbelig
- dann mal Unruhig und nervös
- Hyperventilation, übermäßiges Hecheln

- Interesselosigkeit, Apathie, Lethargie (Antriebsschwäche)

- Unaufmerksamkeit, Aufmerksamkeitsdefizit,
-
Unregelmäßigkeiten bei der Läufigkeit mit starken Gefühlschaos verbunden
- Gesäugeanbildung mit und ohne Milchproduktion
-“trauriges” Gesicht
- Angstverhalten bis hin zu Panik

- Konzentrationsschwierigkeiten, Unaufmerksamkeit, Aufmerksamkeitsdefizite
- Tunnelblick, Unansprechbarkeit, Wahrnehmungsstörungen
- Lernschwierigkeiten
- zeitweise Desorientierung
- ständiges wuffen, Heulen, Jammern, während der Läufigkeiten hörte das nicht mehr auf, sondern nahm immer mehr zu
- fahriges, wirres, launisches Verhalten, sehr geringe Stresstoleranz hat sie ständig gehabt und auch heute noch teilweise
- Unruhe, Unfähigkeit stillzusitzen oder stillzustehen wenn wir draußen sind
- nachlassendes Interesse an uns und an ihrer Umwelt zum Schluß wo unser Rüde Barney starb
- verlangsamte Reflexe und Schlafstörungen
- ihr Cholesterinspiegel im Blut ist erhöht
- Blutarmut (Anämie)
- Stressanfälligkeit, geringe Stresstoleranz wurde noch mehr
- Angst und depressiv, nahm immer Abstand von uns
- Angst vor Tieren, egal ob andere Hunde oder auch fremde Menschen nahm in der Zeit mehr zu
- Angst vor der Dunkelheit
- geht raus, will aber schnell zurück nach Hause
- schlechte Wundheilung
- hecheln in Ruhephasen ohne erkennbaren Grund (Wärme, Stress, Schmerzen etc.)
nimmt trotz viel fressen nicht zu
- Wutanfälle äußern sich bei ihr über bellen, wenn sie ihre Ruhe haben will oder wenn wir unterwegs sind und sie in ihre Autobox will
- "Ausrasten" des Hundes, Stimmungsschwankungen, Launenhaftigkeit, Unberechenbarkeit
- scheues Verhalten zB Staubsauger aus dem Schrank holen, allein das Schranktür klappern ist schon Alarmsignal für sie
-unablässiges Winseln, Übererregbarkeit wenn es ihr draußen alles zuviel wird und sie nach Hause will
- Phasen von Hyperaktivität, Unruhe hat sie immer gehabt und heute teilweise noch
- Zwangshandlungen wie sich kratzen, an uns hoch springen ist nach wie vor da und wenn wir draußen sind häuft sich diese Handlung
- Anstieg der Leberenzyme haben wir 2011 festgestellt
- Cortisolwert erhöht


Bei Betty zeigt sich aber auch, dass ihre Angst durch eine nicht bedrohliche Situation ausgelöst werden kann,
Bsp ein fremder Mensch der auch noch Unsicherheit ausstrahlt kommt auf uns zu
und sie über diese Situation hinaus bestehen bleibt und sich im Ausmaß zur Situation unangemessen heftig verhält.
Wenn dieser Mensch weiter in unsere Nähe kommt,
geht Betty oft zurück, verzieht ihr Gesicht und bellt viel, kratzt sich viel und springt dabei oft an uns hoch
 



Bei unserer Betty wurde im August 2014 eine Schilddrüsenunterfunktion festgestellt, die das Krankheitsbild sowie die Symptome einer klinischen
und subklinischen SDU kombiniert.

Was beinhaltet die Subklinische SDU

  • hohe Erregbarkeit/hohes Stresslevel/Hyperaktivität
  • aggressives Verhalten
  • ängstliches/panisches Verhalten
  • Unaufmerksamkeit/schlechte Konzentrationsfähigkeit
  • Vermehrtes Hecheln
  • Schlechte Wundheilung
  • Untergewicht
  • Herzerkrankungen

Schön ist es, wenn diese Krankheit erkannt wird und man dem Hund schon frühzeitig helfen kann: der Hund zeigt deutlich die oben beschriebenen Symptome, obgleich die Werte im unteren Bereich der Referenzen liegen. Es sollte nicht erst gehandelt werden, wenn Werte kaum noch messbar sind.
Nur dazu braucht es einen fähigen Tierarzt, der dieses erkennt, die Diagnose stellt und dementsprechend handelt. Ich habe es oft genug erlebt, gehört und gelesen, es haben viele Tierärzte nicht die nötige Kenntniss oder Erfahrung darüber, wie man einen Hund mit Medikamenten richtig therapiert und einstellt!
Wer sich nicht sicher ist, fragt bzw sucht sich bitte einen Facharzt


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